Rundschreiben April 2008
- Rundschreiben April 2008
Einladung zur Mitgliederversammlung
Jahresbericht 2007/08
Liebe Mitglieder, liebe Freunde,
überall fängt es an zu blühen und grünen: der Frühling steht vor der Tür und damit auch unsere Mitgliederversammlung am 24. April 2008. Die Einladung dazu finden Sie gesondert in der Anlage – im Hinblick auf die Neuwahlen des Vorstandes bitten wir um zahlreiches Erscheinen.
Nach drei Jahren Amtszeit stellt sich die bisherige Vorsitzende Sylvia Schenk wegen ihrer ehrenamtlichen Verpflichtungen auf Bundesebene nicht zur Wiederwahl.
Als Kandidatin für den Vorsitz hat der Vorstand mit Bettina von Bethmann eine engagierte Frankfurterin, die bereits eng mit der Arbeit unserer Gesellschaft verbunden ist, gewinnen können.
Gut Ding will Weile haben – und unser
71. Band des Archivs für Frankfurts Geschichte und Kunst ist ein besonders „gut Ding“ geworden. Überzeugen Sie sich selbst. Ab dem 7. April 2008 können Sie sich Ihren Band abholen. Weil unser Karmeliterkloster immer noch renoviert wird, kommen Sie bitte in den provisorischen
Lesesaal des Instituts für Stadtgeschichte
Seckbächer Gasse 4 (Parterre)
montags bis freitags 10.00 bis 16.30 Uhr.
Selbstverständlich können Sie Ihren Band auch in unserer Geschäftstelle im selben Gebäude abholen, die mittwochs von 13.00 bis 18.00 Uhr für Sie geöffnet hat.
Bitte bringen Sie auf jeden Fall den Gutschein mit.
Falls Sie Ihren Band nicht selbst abholen können, schicken wir Ihnen diesen auch gerne gegen Übernahme der Versandkosten zu. Senden Sie uns dazu Ihren Gutschein zurück.
Viele von Ihnen haben Ihren Mitgliedsbeitrag für 2008 schon bezahlt. Ganz herzlichen Dank. Um Ihnen die Überweisung zu erleichtern, fügen wir dieser Einladung einen Überweisungsträger bei, der bis zu einem Betrag von 100 € zugleich eine Spendenquittung ist. Für höhere Beträge senden wir Ihnen unaufgefordert eine Spendenquittung zu.
Zur Erinnerung: Unser Standardbeitragssatz beträgt mindestens 30,00 €, der sich für Senioren und Studenten auf 17,50 € ermäßigt, Familienmitglieder zahlen 8,00 € zusätzlich, Förderbeiträge sind uns stets willkommen.
Überweisen Sie bitte – falls noch nicht geschehen – Ihren Beitrag gleich. Sie erleichtern uns damit die Arbeit und helfen ärgerliche Mahnschreiben zu vermeiden.
Wir hoffen möglichst viele von Ihnen am 24. April begrüßen zu können!
Mit freundlichen Grüßen
Sylvia Schenk, Dr. Evelyn Brockhoff, Lutz Becht
Einladung zur Mitgliederversammlung
Liebe Mitglieder der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte,
hiermit laden wir Sie herzlich ein zu unserer Mitgliederversammlung 2008 am
Donnerstag, den 24. April 2008, 20.15 Uhr, in der
Zentralbibliothek der Stadtbücherei – Hasengasse 4
Um 19.30 Uhr referiert Dr. Thomas Bauer zum Thema „Sternstunden der Frankfurter Sportgeschichte“, die Mitgliederversammlung findet dann wie immer im Anschluss daran statt.
TAGESORDNUNG der Mitgliederversammlung:
- 1. Begrüßung
- 2. Berichte
- Geschäftsbericht
- Kassenbericht
- 3. Aussprache über die Berichte
- 4. Bericht der Kassenprüfer
- 5. Entlastung des Vorstandes
- 6. Neuwahlen des Vorstandes gemäß § 8 der Satzung
- a) Erste/r Vorsitzende/r
- b) Zweite/r Vorsitzende/r
- c) Schatzmeister/in
- d) Beisitzer/innen (bis zu fünf)
- e) Beschlussfassung über Steuerprüfer
- 7. Wahl des Kuratoriums gemäß § 8 a der Satzung
- 8. Arbeitsprogramm 2008
- 9. Verschiedenes
Da in dieser Versammlung Neuwahlen des Vorstandes stattfinden, hoffen wir, möglichst viele von Ihnen am 24. April begrüßen zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Sylvia Schenk, Dr. Evelyn Brockhoff, Lutz Becht
Jahresbericht 2007/08
In den vergangenen zwölf Monaten konnte die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e.V. wieder eine große Zahl von Veranstaltungen durchführen und damit den Mitgliedern sowie zahlreichen Gästen ein breites Spektrum an geschichtlichem Wissen zur Stadt Frankfurt am Main vermitteln.
Besonderen Zuspruch fanden die Führungen durch Sakralbauten des 19. und 20. Jahrhunderts. Diese Reihe wird deshalb künftig eine wichtige Rolle im Angebot der Gesellschaft spielen. Es zeigt sich, wie viele Schätze auch aus der jüngeren Geschichte in Frankfurt zu entdecken sind und wie groß das Interesse daran ist.
Der Ausflugsausschuss hat mit hohem Einsatz seiner Mitglieder wiederum ein spannendes Programm zusammen gestellt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass steigende Kosten – vor allem für Benzin – die Arbeit, die hier ehrenamtlich geleistet wird, immer schwieriger macht.
Die Vortragsreihe im Winterhalbjahr stellte unter dem Titel „Frankfurt in Bewegung“ das Thema Sport in den Mittelpunkt. Insgesamt sechs Vorträge befassten sich mit Frankfurts Pionierrolle im Sport, sozialen Hintergründen, großen Sportveranstaltungen und Sportstars sowie mit dem Schulsport und dem Sport in der NS-Zeit. Unter der Schirmherrschaft von Sportdezernentin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld wurde so der Beitrag des Sports zur Stadtentwicklung deutlich, wobei leider das Interesse der Vertreterinnen und Vertreter der Vereine und Sportorganisationen hinter den Erwartungen zurückblieb.
Vorträge außer der Reihe – zuletzt zur Figur des Schinderhannes – setzten weitere Akzente.
Da die Vorträge wegen der andauernden Renovierungsarbeiten im Karmeliterkloster nicht in den eigenen Räumlichkeiten stattfinden konnten, haben wir die schönen neuen Räumlichkeiten der Stadtbibliothek in der Hasengasse 4 (ehemals Stadtsparkasse) genutzt – von dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die uns gewährte Gastfreundschaft!
Erschienen sind im vergangenen Jahr die Bände 55 und 56 der Studien zur Frankfurter Geschichte (je 34,80 €):
Joachim Proescholdt:
Emporenmalerei aus St. Katharinen
Ein Frankfurter Kleinod, Frankfurt am Main 2007
Frankfurts St. Katharinen barg bis zum Zweiten Weltkrieg einen sakralen Schatz: Mehr als achtzig Gemälde schmückten einst die Emporen. Diese herausragenden Zeugnisse religiösen Schaffens des 17. Jahrhunderts sind seit Kriegsende vor der Öffentlichkeit verborgen geblieben und werden erstmals
ausführlich vorgestellt und erläutert. Die nach Vorlagen - meist von Matthäus Merian d.Ä. - geschaffenen Gemälde vereinen in einzigartiger Weise biblische Motive mit barocken Emblemen. Theologisch spiegeln sie das Reformprogramm von Philipp Jakob Spener wider. Dem Autor gelingt ein bedeutender Beitrag zur Frankfurter Stadt-, Kunst- und Kirchengeschichte. Der Autor Joachim Proescholdt, Jahrgang 1927, gilt als profunder Kenner der Frankfurter Kirchengeschichte.
Gudrun-Christine Schimpf:
GELD MACHT KULTUR
Kulturpolitik in Frankfurt am Main zwischen Mäzenatentum und öffentlicher Finanzierung 1866-1933
Frankfurt am Main 2007
Theater und Konzertgesellschaften, Museen und Bibliotheken waren Bestandteil der bürgerlichen Lebenswelt und spiegelten die Entfaltung urbanen Lebens in den Städten des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts wider. Zugleich stellten sie einen Teil der städtischen Repräsentation und des Renommees einer Stadt dar. Kultureinrichtungen dienten der bürgerlichen Selbstdarstellung nach innen, aber auch der Selbstdarstellung nach außen, um im Wettbewerb mit anderen Städten zu bestehen. Am Beispiel von Frankfurt am Main untersucht die Autorin die Entstehung und Entwicklung kommunaler Kulturpolitik in der Zeit von 1866 bis 1933. Es zeigt sich, dass kommunale Kulturpolitik lange vor den Kommunalisierungen im Kulturbereich stattfand und ihre Anfänge sich bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert ausmachen lassen. Die Autorin Gudrun-Christine Schimpf studierte Mittlere und Neuere Geschichte sowie Politische Wissenschaft in Heidelberg und den USA. Seit 1996 ist sie freiberuflich für verschiedene Kultur- und Forschungseinrichtungen tätig. Ihre diesem Buch zugrunde liegende Dissertation wurde mit dem Otto-Borst-Preis 2005 der Arbeitsgemeinschaft „Die Alte Stadt“ ausgezeichnet.
Rechtzeitig vor der Mitgliederversammlung erscheint zudem der 71. Band unseres Archivs für Frankfurts Geschichte und Kunst mit dem Titel
Musik in Frankfurt am Main. Wie immer erhalten Sie als Mitglied einen Gutschein, mit dem Sie sich Ihren Band im Institut für Stadtgeschichte abholen bzw. zusenden lassen können.
Weit gediehen sind die Arbeiten zu dem geplanten Jugendbuch zur Frankfurter Geschichte unter der Leitung von Vorstandsmitglied Dr. Thomas Rautenberg. Mit dem Societätsverlag ein renommierter Partner für das Projekt gefunden worden. Die Herausgabe des Buches rechtzeitig zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft wird im Moment vorbereitet.
Ein Höhepunkt im Jahr 2007 war die Ehrung für unser verdientes Mitglied Günter Moos: Auf Vorschlag der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte wurde der Vorsitzende des Ausflugsausschusses und profunde Kenner insbesondere der Frankfurter Friedhofs-Geschichte mit der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet. Die würdige Feier im Porzellanmuseum in Höchst mit dem Kulturdezernenten, Stadtrat Dr. Felix Semmelroth, als Laudator unterstrich die Bedeutung des Bürgerengagements für die Stadtgeschichte.
Abschließend sage ich allen, die sich für unsere Geschichtsgesellschaft engagiert haben, ganz herzlich:
Dankeschön! Ohne den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Stadtgeschichte und unseres Mitarbeiters Herrn Nördinger sowie unzähliger ehrenamtlich geleisteter Stunden könnte das Angebot nicht gemacht werden.
Ich verabschiede mich nach drei Jahren Amtszeit als Vorsitzende – es hat mir viel Spaß gebracht und meinen Blick auf die Stadt Frankfurt am Main und ihre Geschichte weiter geschärft. Meine Tätigkeit als Vorsitzende von Transparency International Deutschland e.V. lässt mir leider nicht genug Zeit für weitere Ehrenämter. Ich freue mich jedoch, dem Vorstand auch künftig als Beisitzerin zur Verfügung zu stehen.
Sylvia Schenk
im März 2008
