Vortragsreihe 2021/2022:
Wie Frankfurt sich erinnert. Vom Umgang mit Geschichte


Von Denkmälern und Debatten: Erinnerung an die NS-Verbrechen

Der „Historikerstreit“ von 1986/87 markierte in Frankfurt den Beginn wachsenden Interesses an einer Aufarbeitung der NS-Geschichte und öffentlichen Präsentation. Zahlreiche freie Geschichtsinitiativen, Privatpersonen und Betroffene aus Opfergruppen wandten sich an die städtischen Behörden mit dem Anliegen, mit Gedenktafeln die öffentliche Aufmerksamkeit auf diejenigen in Frankfurt zu richten, die in der nationalsozialistischen und rassistischen Herrschaft verfolgt und ermordet worden waren und deren Schicksal später ungenügende Beachtung gefunden hatte. Angestoßen durch den Börneplatzkonflikt 1987 trat die Erinnerung an die jüdischen Opfer des Holocaust in den Mittelpunkt der Gedenkarbeit. Dabei setzte die von der Stadtregierung geförderte Gedenkkultur zunehmend neue Akzente. Sie umfasste fortan auch Verfolgtengruppen, die bis dahin kaum Fürsprecher gefunden hatten, wie Roma und Sinti, Homosexuelle sowie Menschen, deren Widerstand meist unbekannt geblieben war.

Referent: Dr. Michael Fleiter, Frankfurt am Main
Termin: Montag, 04. April 2022
Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Refektorium, Karmeliterkloster, Münzgasse 9


Bitte beachten Sie:

Sie können für die Vorträge im Institut für Stadtgeschichte vorab einen Platz reservieren über ein Online-Buchungssystem:
https://pretix.eu/isgfrankfurt/.

Die Reservierungen sind verbindlich. Bitte melden Sie sich 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse an, um die Reservierung wahrzunehmen und das Ticket zu bezahlen. Freie Plätze werden an der Abendkasse vergeben.

Vorträge sind für unsere Mitglieder kostenlos (bitte Mitgliedsausweis nicht vergessen).
Nichtmitglieder zahlen € 4,00 / ermäßigt € 3,00 (Schüler/Studenten/Frankfurt- und Kulturpass).

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